18.2.2022

ISS News Winter 2021

In diesem Jahr haben wir uns viele Gedanken zu grossen Themen gemacht: Wie können wir helfen, die Pandemie zu bewältigen? Wo agieren wir als Grossunternehmen künftig nachhaltiger? Dies sind nur zwei Beispiele, zu denen wir Ihnen in diesem letzten Newsletter 2021 interessante Geschichten anbieten können. Wer sich auf den kalten Winter einstimmen will, dem legen wir das Porträt über unseren Eismeister Manuel Horath und seinen Arbeitsplatz im On Your Marks in Cham ans Herzen. Zudem schauen wir mit unserem neuen Chief Information and Digital Officer in die IT-Zukunft und besuchen den neuen Standort des Universitätsspital Zürich am Flughafen.

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10.12.21

«Am USZ Flughafen sind die Anforderungen an das FM besonders hoch»

Leiter Facility Management, USZ Flughafen

Luzius Suter

Interview

Herr Suter, von Ihrem Arbeitsort aus sehen Sie jeden Tag die Flugzeuge starten und landen. Kann man da konzentriert arbeiten oder packt einem nicht die Reiselust?

Schon als Kind habe ich viel Freizeit am Flughafen Zürich verbracht. Die Faszination ist auch heute noch da, wenn ich einen A380 beim Starten beobachte. Da die Fassade jedoch ausserordentlich gut isoliert ist, hört man fast nichts von den startenden Jets und es ist eher Zufall, wenn ich auf das Flugfeld schaue.

Das USZ betreibt seit gut einem Jahr das ambulante Gesundheitszentrum im Geschäftskomplex THE CIRCLE am Flughafen Zürich. Warum eröffnete man gerade hier ein solches Zentrum?

Das Universitätsspital Zürich erneuert gegenwärtig die Infrastruktur am USZ Campus in der Stadt Zürich. Während 25 Jahren sind bei laufendem Betrieb verschiedene Bauetappen geplant. Das braucht Platz und Rochadeflächen. Darum wurden verschiedene Aussenstandorte in Betrieb genommen. Zum Beispiel befinden sich in Schlieren die klinische Forschung und ein hochmodernes Logistik- und Servicezentrum für die zentrale Warenversorgung. Administrative Arbeitsplätze wurden nach Stettbach verlegt. Die ambulanten medizinischen Konsultationen werden rund zur Hälfte am neuen Standort USZ Flughafen im THE CIRCLE ausgeführt. Wir wollen etwa 1’000 Patienten und Patientinnen täglich behandeln. Ein Teil davon kommt aus der näheren Umgebung.

110 interdisziplinäre Untersuchungszimmer stehen Patienten und Patientinnen für ambulante Behandlungen zur Verfügung.

Die Architektur des USZ Circle besticht durch die geschwungene Form. Dazu kommt eine komplexe Infrastruktur mit hochmoderner Medizinaltechnik. Welche Anforderungen stellt das an das Facility Management?

Der Gebäudekomplex THE CIRCLE wurde grundsätzlich nicht als Spitalbetrieb konzipiert. Deshalb sind auch die Geschosshöhen eher knapp bemessen. Die Hohldecken sind voll mit technischen Installationen, die teilweise nur schwer zugänglich sind. Das macht den Unterhalt aufwändig und Nachinstallationen sind herausfordernd. Grundsätzlich ist das Facility Management dafür verantwortlich, dass der Patientenbetrieb möglichst störungsfrei erfolgt und die Geräte und Anlagen immer verfügbar sind. Instandhaltungsarbeiten planen wir daher wenn immer möglich ausserhalb der Betriebszeiten. Das gilt auch für die Logistik und die Reinigung. Andererseits müssen wir bei einer Störung oder einem Zwischenfall schnell reagieren, damit die Patientenbehandlung nicht beeinträchtigt wird und die Geräte keinen Schaden nehmen.

Warum hat sich das USZ Ambulatorium für ein Outsourcing entschieden?

Das Facility Management gehört nicht zum Kerngeschäft eines Spitalbetriebs. Zugleich stellt ein Spitalbetrieb hohe Anforderungen an das Facility Management. Am USZ Campus erbringen unsere Spezialisten der «Direktion Immobilien und Betrieb» die FM-Leistungen. Sie definieren Vorgaben und Standards, die für alle USZ Standorte gelten. Gleichzeitig wollen wir uns aber auch am Markt messen und unsere eigenen Leistungen benchmarken. Deshalb haben wir für unsere Aussenstandorte die Facility Services einer «Make or Buy»-Beurteilung unterzogen. Für den Standort USZ Flughafen entschieden wir uns für die Ausschreibung der Leistungen Reinigung, Betrieb und Instandhaltung Gebäudetechnik, Helpdesk, Hauswartung und Pikettdienst sowie Gastronomie.

Seit der Eröffnung vor gut einem Jahr arbeiten Sie mit ISS zusammen. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit?

Natürlich war es für uns alle herausfordernd, einen solch komplexen neuen Standort in Betrieb zu nehmen. Dank der professionellen Begleitung durch das Projektteam von ISS und der engen Abstimmung konnten wir jedoch den Betrieb von Anfang an auf einem guten Niveau führen. Wir haben im ersten Betriebsjahr laufend dazugelernt. Inzwischen arbeitet das Team stabil und es hat sich eine gewisse Routine eingespielt. Heute kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Neben den ISS Mitarbeitenden vor Ort, die sich stark engagieren, sucht ISS proaktiv neue und innovative Lösungen. Zudem leistet auch die ISS Gruppe einen wichtigen Beitrag. Diese verfügt über viel Fachkompetenz und Know-how, was den Mitarbeitenden und auch dem USZ zugutekommt.

Das Thema Hygiene rückt seit Beginn der Pandemie noch stärker in den Fokus. Mit welchen Massnahmen stellen Sie die hohen Hygiene- und Qualitätsstandards sicher?

Seit der Eröffnung des neuen Standort USZ Flughafen am 5. Oktober 2020 weist unser Sicherheitsdienst beim Haupteingang die Patienten und Patientinnen nach den Vorgaben der USZ Covid-19-Taskforce ein. Diese Vorgaben passen wir der aktuellen Lage an. Zudem schützen wir Besucher und Mitarbeitende an den Empfängen und in der Cafeteria USZ mit Plexiglasabtrennung vor der Übertragung des Virus. Natürlich sind wir gerade in dieser speziellen Zeit auf eine optimale Hygiene angewiesen. Hier können wir uns auf die professionelle Leistungserbringung der ISS Mitarbeitenden in der Reinigung voll und ganz verlassen. Dabei unterstützt uns auch die elektronische Erfassung der durchgeführten Reinigung mittels Tablets, die sich auf jedem Reinigungswagen befinden. Zudem macht ISS monatliche Qualitätskontrollen, alle zwei Monate gemeinsam mit uns, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

6.5.22
10.12.21

«Am USZ Flughafen sind die Anforderungen an das FM besonders hoch»

Interview

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